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Cow Pat Pit

  • 27. März
  • 2 Min. Lesezeit

Das Cow Pat Pit (CPP) ist eine tropische und subtropische Variante des klassischen Fladenpräparats, die von Peter Proctor in Neuseeland und später weltweit – besonders in Australien, Afrika und Asien – verbreitet wurde. Es stellt eine vereinfachte, praktischere Form der Fladenpräparation dar, die speziell für Kleinbauern in weniger industrialisierten Regionen entwickelt wurde.


Vereinfachte Herstellung der CPP-Grube


Die Herstellung ist deutlich einfacher als beim klassischen Thun-Fladenpräparat: Frischer Kuhfladen wird in eine Grube geschichtet, mit grobem Basaltmehl oder anderen Mineralien (oft lokale Gesteinsmehle) vermischt und anschließend mit Erde bedeckt. Das Wichtigste ist die Erdgrube selbst – sie schützt das Gemisch vor Austrocknung und vor extremer Hitze und schafft eine gleichmäßige Gärung über mehrere Wochen bis Monate. Ein wesentlicher Unterschied zum Thun-Fladenpräparat: Das CPP benötigt nicht zwingend alle sechs Kompostpräparate (502-507), sondern konzentriert sich auf die Basis-Elemente Kuhfladen und Mineralien.


Peter Proctor und die Demokratisierung biodynamischer Praxis


Peter Proctor, ein neuseeländischer Landwirt und biodynamischer Praktiker, erkannte in den 1970er-Jahren, dass viele Kleinbauern, besonders in Indien, Nepal und Neuseeland, nicht die Infrastruktur oder das Wissen hatten, um komplexe Kompostpräparate herzustellen. Das CPP bot ihnen eine sofort umsetzbare Lösung, die mit lokal verfügbaren Materialien funktionierte und minimale technische Vorkenntnisse erforderte. Dies machte das CPP zur weltweit am häufigsten praktizierten Variante biodynamischer Präparatierung – besonders in Entwicklungsländern ist das CPP das Präparat der Wahl.


Anwendung und praktische Vorteile


Die Anwendung des CPP ist vielfältig: Es wird verdünnt und gespritzt (ähnlich wie Horndünger), unmittelbar auf Wiesen und Weiden ausgebracht oder zur Kompostierung neuer Haufen verwendet. In tropischen Klimazonen mit starken Regenfällen und intensiver Sonnenstrahlung zeigt das CPP besondere Stabilität und Wirksamkeit – die Erdgrube schützt die Mischung vor Auswaschung und Überhitzung.


Zeitersparnis und Kosteneffizienz


Ein wichtiger praktischer Vorteil des CPP gegenüber dem klassischen Fladenpräparat nach Thun ist die Zeitersparnis und Kostenersparnis. Während das Thun-Präparat präzise dosierte Kompostpräparate verlangt und daher oft von größeren Höfen mit etabliertem Kompostmanagement praktiziert wird, kann jeder Kleinbauer mit einer Kuh ein CPP machen – was es zu einer demokratischen Form biodynamischer Landwirtschaft macht.


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