Anwendung: Hornkiesel-Präparat 501
- DYYNA
- 5. Juli
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Aktualisiert: 7. Juli
Sinn & Zweck des Hornkiesel-Präparats 501
Hornkiesel 501 besteht aus fein vermahlenem Quarz, der ein Sommerhalbjahr im Kuhhorn gereift ist. Auf dem Acker wirkt er als „geronnenes Licht“:
Licht- & Wärmekräfte: stärkt Photosynthese, Blattglanz und Aromabildung und hilft, Lichtmangel auszugleichen (Masson Landwirtschaft, Garten- & Weinbau biodynamisch, S. 38) .
Form & Reife: beschleunigt Ausfärbung, Einlagerung von Zucker und Lagerfähigkeit (Wistinghausen Anleitung … Feldspritzpräparate, S. 18-19) .
Widerstandskraft: festigt Blattgewebe, vermindert Pilz- und Insektenbefall (Stappung Die Düngerpräparate…, S. 192) .
Schritt-für-Schritt-Anwendung
Schritt | Was ist zu tun? | Tipps & typische Fehler |
1. Zeitpunkt wählen | Vegetatives Wachstum: früh morgens (Tau noch da, Sonne steigt) Reife/Fruchtphase: später Nachmittag / früher Abend (klare Witterung) | Nicht in der Mittagshitze oder bei starkem Wind; zu spät am Vormittag kann Blattverbrennungen verursachen (Masson S. 42) . |
2. Menge abwiegen | 2 g (≈ 1 TL) / ha in 30-40 l Wasser; Kleinfläche: 1 g / 0,25 ha | Mehr Pulver schadet nicht – wirkt aber auch nicht stärker. |
3. Wasser & Dynamisieren | Handwarmes Regen- oder Brunnenwasser (15-30 °C) verwenden; 1 h lebhaft rühren (Wirbel ↔ Gegenwirbel) | Chlor-/Leitungswasser hemmt Wirkung; Metallgefäße meiden. |
4. Spritztechnik | Feinst-Nebeldüse (≥ 4 bar), gleichmäßig auf Blattober- & Unterseite; ideal 100-150 l Spritzbrühe / ha | Grobe Tropfen „waschen“ Kristalle ab; bei Tauende spritzen, nicht in nasse Blätter einhämmern. |
5. Wiederholungen | a) Vitalisierung: 1× im Jugendstadium, 1× vor Blüte b) Krankheitsdruck: 3 Folgetage zur gleichen Tageszeit, Zyklus alle 2-3 Wochen wiederholen | Intervalle < 24 h verbrennen Blätter (Masson S. 42) . |
6. Kombination mit 500 | Erst Hornmist 500, dann (mindestens nächsten Morgen) 501; bei Trockenstress: 500 abends, 501 morgens | 500 + 501 zusammen zu rühren kann die Kiesel-Wirkung neutralisieren (Stappung S. 614) . |
7. Dokumentieren | Wetter, Mondrhythmus, Kulturstadium notieren; Wirkung beobachten (Farbe, Glanz, Schaderreger) | Ohne Beobachtung keine Feinsteuerung möglich. |
Zusätzliche Einsatzorte
Wein, Obst, Beeren: Fördert Farbausbildung & Zuckereinlagerung; 1-3 Spritzungen zwischen Traubenschluss und Farbumschlag .
Gemüse: Salat erst ab beginnender Kopfbildung spritzen, sonst Schossenrisiko (Stappung S. 240) .
Gewächshaus: Morgens lüften, dann fein sprühen, um Pilzbefall vorzubeugen (Stappung S. 192) .
Praktische Tipps & Tricks
Mond & Sterne: Aufsteigender Mond verstärkt Blattimpuls; für Reife auf Mond-Saturn-Opposition achten (Proctor nach Stappung S. 614) .
Gerät reinigen: Keine chemischen Reinigungsmittel; heißes Wasser genügt, um Silikatschleier nicht zu „verkleben“.
Vorausschau bei Trockenheit: 501 erhöht Verdunstung – Bewässerungsstrategie anpassen (Masson S. 42) .
Kleine Gärten: 0,1 g Pulver in 2 l Wasser, 20 min rühren; Handspritze mit Kegel-Düse.
Notfall bei Lichtmangel: Extra-Spritzung vor Regentagen, um Streckwuchs zu bremsen (Stappung S. 192) .
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
Zu junge Pflanzen/zu hohe Dosis → „Verblitzung“, Aufhellung, Welken. Warte, bis wenigstens 3 voll entwickelte Blätter da sind.
Mittagshitze, trocknender Wind → Kristallschicht brennt Blattränder (Masson S. 39-42) .
Ungeeignetes Wasser (kalt, chlorreich) → schwache Verwirbelung, geringere Wirkung.
Serie in Stundenabstand statt Tagesrhythmus → Blattfallgefahr (Masson S. 42) .
501 ohne vorherige 500-Grundlage → Wirkung bleibt flach; zuerst den Boden (500) ansprechen.
Mit dieser klaren Routine nutzt du das volle Licht-Potenzial des Hornkiesels 501 und führst deine Kulturen zu aromatischer, lagerfähiger Ernte. Viel Erfolg beim Spritzen!

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