In 5 einfachen Schritten zur eigenen Biodynamischen Bratkartoffel
- DYYNA
- 18. Juli 2024
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. Okt. 2024
Die Kartoffel ist ein Grundnahrungsmittel, das wir ganz einfach selbst anbauen können. Im Folgenden beschreibe ich in fünf einfachen Schritten, wie das geht:
1. Pflanzen
Im April werden Kartoffeln gepflanzt. Ziehe im Garten eine breite und mindestens 15 cm tiefe Rille (zum Beispiel mit einem Sauzahn), fülle sie mit etwas Kompost und lege die Pflanzkartoffeln hinein. Alternativ kann man einen Graben mit dem Spaten ausheben, wodurch die Kartoffeln tiefer in der Erde liegen und weniger oft angehäufelt werden müssen. Für ältere Menschen eignet sich eine rückenschonende Methode: Mit einem stabilen Besen- oder Schaufelstiel Löcher in den Boden stechen und die Kartoffeln hineinlegen.
Der Abstand zwischen den Kartoffeln sollte 30-40 cm betragen, zwischen den Reihen mindestens 60 cm. Keimende Kartoffeln im Keller sind kein Problem; die Keime wachsen in der Erde weiter und erleichtern der Pflanze den Start. Man kann die Kartoffeln auch absichtlich vorkeimen lassen, indem man sie einige Wochen an einem warmen, hellen Ort lagert, bis die Keime etwa 0,5-1 cm lang sind.
2. Hacken und Häufeln
Kartoffeln sind nicht sehr anfällig gegenüber Unkraut, aber junge Pflanzen sollten nicht überwuchert werden. Hacken entfernt das Unkraut und fördert das Bodenleben, wodurch Nährstoffe freigesetzt werden. Spätestens nach vier Wochen sollten die Kartoffeln angehäufelt werden: Ziehe Erde aus der Mitte zwischen den Reihen zu den Pflanzen hin, um einen Damm zu bilden. Dieser Vorgang sollte drei- bis viermal im Abstand von einigen Wochen wiederholt werden. Achte darauf, dass keine Kartoffeln grün werden, da diese giftiges Solanin enthalten.
3. Präparateanwendung
Die Fläche wird kurz vor oder nach der Pflanzung mit Hornmistpräparat behandelt. Sobald die ersten Blätter sichtbar sind, werden die Pflanzen mit Hornkieselpräparat besprüht. Maria Thun empfiehlt eine dreimalige Behandlung während des Hackens, da die Kartoffeln Luft an ihren Wurzeln schätzen.
Zur Krankheitsvorbeugung können die ersten Blätter abends an Blattagen mit Brennnesseltee besprüht werden. An Wurzeltagen folgen Spritzungen mit Schafgarbe, Kamille, Löwenzahn und nochmals Brennnessel im Abstand von neun Tagen.
4. Ernten
Zum Ernten empfehle ich die Verwendung einer einfachen Mistgabel, um die Kartoffeln auszugraben, zu sammeln und in Kisten im Keller zu lagern. Die Mistgabel trennt Erde und Kartoffeln direkt, wodurch die Kartoffeln leicht eingesammelt werden können. Vor dem Einlagern können die Kartoffeln kurz an der Sonne getrocknet werden, um ihre Lagerfähigkeit zu verbessern. Dabei sollte die Zeit in der Sonne nur wenige Stunden betragen, um ein Grünwerden zu vermeiden.
5. Braten
Kartoffeln waschen, schälen und in dünne Scheiben schneiden. In Bratöl oder Butterschmalz langsam rösten und dabei immer wieder wenden, bis sie knusprig und gar sind. Lecker!

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