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Leitfaden "Sorgfalt in der Präparatearbeit"

  • DYYNA
  • 11. Juli 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Die Präparatearbeit braucht eine gewisse Sorgfalt um ihre volle Wirkung entfalten zu können. Walter Stappung kritisiert den "Minimalismus" in der Präparatearbeit – dass die Spritzzyklen oft nur noch bei einem Jahr liegen und nur das notwendigste getan wird, um das Demeter-Zertifikat zu erhalten.


Es ist völlig ok, wenn man mal außerhalb Präparate zukaufen muss, etwa bei der www.praeparatekiste.de. Fremdpräparate sind weit besser, als keine Präparate. Handwerklich sauber hergestellte Präparate sind besser, als saloppe und fehlerhafte Präparatepraxis. Aber in Summe wäre es doch schön, würden wir die Präparatearbeit wieder ernster nehmen und uns an ein paar Grundsätze zur Sorgfalt in der Präparatearbeit halten würden. Dafür haben wir einen kleinen 10 Punkte umfassenden Leitfaden entwickelt:


Sorgfaltsleitfaden für deine Präparate-Praxis

(10 Punkte, kompakt – zum Ausdrucken und an die Rührkübel hängen)


  1. Nur bestes Ausgangsmaterial verwenden Hörner, Organe, Kräuter – alles möglichst vom eigenen Hof, in Lebensmittel-Qualität und artgerecht gewonnen. Damit bewahrst du die „Lebenskräfte“ der Präparate­hüllen, wie Wistinghausen betont .

  2. Pflanzen akkurat ernten & trocknen Die Wirksamkeit der Kompost­präparate steht und fällt mit sorgfältigem Sammeln, schonendem Trocknen und richtiger Aufbewahrung der Kräuter. „Die Qualität der tierischen Hüllen ist entscheidend“ .

  3. Lagerung: Kokoskiste statt Plastikeimer Doppelwandige Holzkiste, rundum Kokosfaser (6–8 cm), Gefäße aus Stein, Glas oder emailliertem Metall, Deckel nur lose auflegen. Kokosfaser regelmäßig nachfüllen, Feuchte prüfen .

  4. Feuchtigkeits-Management Präparate dürfen weder austrocknen noch „schwitzen“. Bei Kondenswasser lüften oder leicht vortrocknen; bei zu trockenen Stücken mit Quell- oder Osterwasser anfeuchten .

  5. Rührwasser: sauber, handwarm, unbelastet Verwende Quell-, Bach- oder gut abgestandenes Leitungswasser, auf 36–38 °C temperiert; kein frisch gechlortes oder technisch „energetisiertes“ Wasser .

  6. Rühren – intensiv, rhythmisch, mit Begeisterung Eine Stunde lang – Krater bilden, Richtung wechseln, am Ende im Uhrzeigersinn auslaufen lassen. Handrühren bleibt Goldstandard; Maschinen nur einsetzen, wenn sie den Rhythmus wirklich nachbilden .

  7. Sieb & Spritztechnik nicht vergessen Nach dem Rühren Hornmist und Kiesel fein durchsieben; sonst verstopfen die Düsen. Ein zylindrisches V2A-Feinsieb erspart Flickwerk .

  8. Richtiger Zeitpunkt & Dosierung Feld: Hornmist kurz vor/ nach der Aussaat auf feuchten Boden; Kiesel im Blatt- oder Reifestadium. Kompost: 1 Satz (2 g je Präparat + 2–5 ml Baldrian) für 10–15 m³; Feucht- und Trockenheit der Miete beachten .

  9. Beobachten, dokumentieren, weiterlernen Halte Rühr- und Ausbring­daten, Mond-/Planet-Konstellation, Witterung und Effekte fest. Besuche Präparate­kurse, tausche dich in Arbeits­gruppen aus .

  10. Ganzheit statt Minimalismus Ein „Abstinenz-Programm“ (Stappung) – also seltene Spritzungen oder nur Sammelpräparat – verschenkt Wirkung und Verständnis. Arbeite vollständig, rhythmisch und kulturbezogen.


Essenz:

Sorgfalt heißt, jede Stufe – vom Hornfüllen bis zum Spritzen – lebendig, präzise und bewusst zu gestalten. So bleiben die Präparate echte „Organe“ deines Hoforganismus statt bloße Rezepte aus dem Sack.

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Image by Markus Spiske

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